Die Wapniarka (532 m ü. d. M.) ist ein markanter, kuppenförmiger Hügel inmitten des Glatzer Kessels im Östlichen Sudetengebiet — klein genug für einen Halbtagesausflug, aber reich genug an Aussicht, Geschichte und Natur, um lange in Erinnerung zu bleiben. Wer den Gipfel erklimmt, wird mit einem weitläufigen Panorama über das Glatzer Becken und den umliegenden Sudeten belohnt.
Die Hänge sind fast vollständig mit gemischtem Bergwald bedeckt, der sich unterhalb von 400 m in Wiesen und Äcker öffnet. Auf dem Gipfel steht ein 15 Meter hoher hölzerner Aussichtsturm mit drei Plattformen — ein idealer Aussichtspunkt zu jeder Jahreszeit, besonders eindrucksvoll im Herbst, wenn der Wald in Farben leuchtet. An den östlichen und südöstlichen Hängen zeugen bis zu 80 Meter hohe Felswände von der einstigen Marmorgewinnung, die diesem Ort seinen Namen gegeben hat. An den Hängen findet man zudem wertvolle wärmeliebende Orchideen-Buchenwälder — botanisch zu den bedeutendsten in den Krowiarken zählend.
AufstiegsmöglichkeitenDer Name 'Wapniarka' leitet sich vom polnischen Wort für Kalkwerk ab — die weißen und rosafarbenen Kalzitmarmor dieses Berges wurden einst zu Bau- und Düngekalke gebrannt, und die erste Aussichtsplattform an diesem Ort errichtete der Glatzer Gebirgsverein bereits im Jahr 1889.