Die Fallenlehne, auf Polnisch Ubocze (812 m ü. NHN), ist ein stiller, von Fichtenwäldern bedeckter Gipfel im nördlichen Teil des Habelschwerdter Gebirges in den Mittleren Sudeten. Was diese unscheinbare Kuppe besonders macht: Genau über ihren Kamm verläuft die europäische Wasserscheide zwischen dem Einzugsgebiet der Ostsee und der Nordsee.
Gipfel und Hänge sind fast vollständig mit Fichtenforsten bewachsen und vermitteln eine ruhige, abgeschiedene Atmosphäre. Lediglich an den Südhängen öffnet sich die Walddecke zu Wiesen und Brachland des inzwischen verlassenen Dorfes Piaskowice — ein stiller Zeuge der bewegten Geschichte dieser Region. Der Berg liegt zwischen dem Sattel Przełęcz Spalona und dem Sattel Przełęcz pod Uboczem und eignet sich gut als Etappenpunkt auf längeren Kammwanderungen. Im Herbst leuchten die Fichtenwälder in gedämpften Goldtönen, im Winter liegt oft tiefer Schnee auf den Wegen.
AufstiegsmöglichkeitenDer alte deutsche Name Fallenlehne taucht noch auf historischen Karten der Grafschaft Glatz auf — ein kleines Mosaiksteinchen der vielschichtigen Geschichte Schlesiens.