Der Turkul (1.933 m ü. d. M.) ist einer der markantesten Gipfel des Tschornohora-Massivs in den Ukrainischen Karpaten — ein dreieckig geformter, schroffer Berg an der Grenze zwischen den Gebieten Iwano-Frankiwsk und Transkarpatien. Wer den Tschornohora-Hauptkamm erwandert, kommt an diesem Gipfel kaum vorbei.
Was den Turkul so besonders macht, ist die Vielfalt seiner Landschaft auf engem Raum. Im Osten und Norden öffnen sich glaziale Kare mit dem bekannten See Nesamovyte und dem Gebiet Kisly. Die Südhänge sind von der weitläufigen Turkul-Polonyna bedeckt — einer grasigen Hochweide mit freiem Rundblick. Weiter oben prägen stufige Felsvorsprünge an der Ostwand den alpinen Charakter des Gipfels; darunter wachsen sibirischer Wacholder und Bergkiefer. Im Sommer reicht der Blick vom Gipfel zu den benachbarten Rebra (2.001 m) im Südosten und Danser (1.850 m) im Norden sowie zu den fernen Karpatenrücken. Im Winter und Frühling ist das Gelände anspruchsvoll und sollte nur von erfahrenen Berggehern mit entsprechender Ausrüstung begangen werden.
Anstieg zum GipfelNesamovyte bedeutet auf Ukrainisch so viel wie 'außergewöhnlich' — und laut alter Huzulen-Legende soll sich das Seewasser bei Gewittern ganz von selbst aufwühlen, selbst ohne Wind, was die Hirten einst als Unwetterwarnung deuteten.
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