Der Szilváskő ist ein kleiner, aber geologisch äußerst spannender Berg in Nordungarn, nahe Salgótarján und unweit der slowakischen Grenze. Er ist ein Zeugenberg, entstanden durch basaltischen Vulkanismus — genauer gesagt eine Spalten- oder Kraterfüllung, die der Erosion des umliegenden Gesteins standhielt.
Mit nur 625-626 Metern Höhe überrascht dieser Hügel mit einer erstaunlichen geologischen Vielfalt. Er liegt im Landschaftsschutzgebiet Karancs-Medves, und ein 2 Kilometer langer Lehrpfad führt durch das Gebiet und zeigt die vulkanischen Besonderheiten der Region. Unterwegs sieht man Kohleflöze des Nógráder Kohlebeckens, grabenartige Einbrüche ehemaliger Bergwerksstollen, senkrecht zueinander stehende Basaltsäulen aus erstarrter Lava sowie Überreste des zentralen Vulkanschlots mit seinen beeindruckenden 20-25 Meter hohen Basaltsäulen. Die Atmosphäre wandelt sich mit den Jahreszeiten — die schattigen Felsspalten behalten ihr kühles Mikroklima selbst im Hochsommer, während die vulkanische Umgebung dem ganzen Gebiet einen urwüchsigen Charakter verleiht.
Wie man zum Gipfel gelangtEin netter Fakt für Geologiefans: Durch die einstige Kohleförderung entstandene Risse öffneten hier seltene sogenannte Konsequenzhöhlen — der Szilváskő ist damit ein kleines, aber echtes Freiluftmuseum der Geologie.