Die Riemer Koppe, auch Stroma oder Lesień genannt (1.167 m ü. NHN), ist einer der spannendsten Gipfel im nördlichen Arm des Schneebergmassivs im Sudetengebirge. In ihrem Inneren verbirgt sich die berühmte Bärenhöhle — eine der bedeutendsten Schauhöhlen Polens. Die Westflanke fällt steil ins Tal der Kleśnica ab und verleiht dem Berg ein markantes, wildes Profil.
Fast das gesamte Massiv ist von submontan geprägtem Fichtenwald bedeckt, der nur am felsigen Gipfelbereich mit seinen Steinblöcken und kleinen Felsgruppen aufbricht. Die westlichen und nordwestlichen Hänge gehören zum Naturschutzgebiet 'Bärenhöhle', in dem Buchenwaldrelikte, kalkliebende Pflanzengesellschaften sowie seltene alpine und karpatische Pflanzenarten vorkommen. Geologisch ist der Berg besonders vielfältig: Schneeberger Gneise prägen Gipfel und Osthänge, während Glimmerschiefer mit Linsen aus kristallinem Kalkstein (Marmor), Quarzit und Amphibolit die Westseite charakterisieren. Im Herbst leuchtet der Wald in warmen Tönen, im Winter laden Loipen und Skitrassen zur Winterwanderung ein.
AufstiegsmöglichkeitenDie Bärenhöhle beherbergt einige der am besten erhaltenen Höhlenbärenknochen in ganz Polen — eine Kombination aus Höhlenbesichtigung und Gipfelwanderung macht einen Ausflug zur Riemer Koppe zu einem unvergesslichen Sudetenerlebnis.