Der Steinberg — auf Tschechisch Souš — erhebt sich auf 1.225 m ü. M. im Podbělský-Kamm des Glatzer Schneegebirges (Králický Sněžník) und trägt den besonderen Titel des 100. höchsten Gipfels Tschechiens. Wer abseits der großen Touristenströme ursprüngliche Bergwälder und stille Natur sucht, wird hier fündig.
Der Gipfel ist fast vollständig bewaldet: Bergfichtenwälder dominieren die Kammlagen, während sich im Sattel Richtung des Nebengipfels Babuše — benannt nach einer nahe gelegenen Hütte — kleine Hochmoore und Sumpffichtenwälder verstecken. Diese empfindlichen Lebensräume sind selten und besonders schützenswert. Tiefer am Hang haben sich Reste von Bergbuchenwäldern erhalten, wenngleich viele Flächen zu Fichtenforsten umgewandelt wurden. Großflächige Windwurf- und Immissionsflächen verleihen der Landschaft stellenweise einen wilden, offenen Charakter. Die West- und Osthänge sind recht steil, südlich setzt sich der Kamm Richtung Sviní hora fort. Zu jeder Jahreszeit hat dieser Gipfel seinen eigenen Reiz — vom goldenen Herbst bis zum verschneiten Winter.
AufstiegsmöglichkeitenDer alte deutsche Name 'Steinberg' erinnert daran, dass dieses Grenzgebirge jahrhundertelang von deutschsprachiger Bevölkerung besiedelt war — ein stiller Zeuge der wechselhaften Geschichte dieser Bergregion.