Das Rosshorn thront auf 3068 m ü. A. in der Rieserfernergruppe in Osttirol, direkt an der Grenze zu Italien. Ein Gipfelkreuz sucht man hier vergebens - dafür wird der Gipfel gerne als zusätzliches Ziel auf dem Weg zum nahen Lenkstein mitgenommen, ein lohnender kleiner Umweg für Gipfelsammler.
Der Name Rosshorn erinnert an eine nahegelegene Alm, auf der früher Rösser weideten. Die Landschaft ist geprägt von grauem Granit, weiten Blockhalden und Hangterrassen - typisch für die Rieserfernergruppe. Im Sommer dominiert das raue Blockwerk, im Frühjahr und bei Altschnee kann der Aufschwung zur Scharte anspruchsvoll und heikel werden.
Wie erreicht man den Gipfel
- Barmer Hütte (2610 m), erreichbar über das Patscher Tal - der markierte Anstieg führt zunächst absteigend nach Norden zum Standort der alten, lawinenzerstörten Hütte, dann flach über Blockwerk aus Granit und die Hangterrassen der Rosshornscharte; anspruchsvolle Route mit Trittsicherheit erforderlich
- Über das Südtiroler Bachertal (Seitental des Reintals) auf verschiedenen Varianten des Arthur-Hartdegen-Wegs zum Lenksteinjoch, mit der Kasseler Hütte (auch Hochgallhütte, 2276 m) als Stützpunkt
- Eine dritte Möglichkeit führt über das Fleischbachkees, entweder durch das Seebachtal oder den unmarkierten Steig im Sebltal
Praktische Informationen
- Der Aufschwung zur Rosshornscharte (2916 m ü. A.) ist mit Stahlseilen versichert und erfordert Trittsicherheit - bei Altschnee oder Nässe ist besondere Vorsicht geboten
- Das Rosshorn hat kein Gipfelkreuz
- Der Gipfel liegt unmittelbar an der österreichisch-italienischen Grenze
Der Name des Gipfels erinnert bis heute an die Zeit, als Rösser auf den umliegenden Almen weideten - heute sind es Stille und Granit, die diesen Ort prägen.