Der Puchacz (1175 m ü. NN) ist einer der interessanteren Gipfel im südwestlichen Teil des Schneebergmassivs — ein Grenzgipfel, abseits der großen Touristenströme, wild und ursprünglich. Direkt über den Gipfel verläuft die Staatsgrenze zwischen Polen und Tschechien sowie die europäische Hauptwasserscheide zwischen dem Ostsee- und dem Schwarzmeer-Einzugsgebiet. Kaum ein anderer Gipfel der Region kann mit einer solchen geographischen Besonderheit aufwarten.
Der rundliche, kuppelförmige Gipfel ist vollständig von Fichtenwald bedeckt, mit einem Anteil an Buchen, Tannen und verkrüppelten Fichten in der Gipfelzone. Die West- und Osthänge fallen steil ab, während der Kamm nach Süden zum Trójmorski Wierch sanfter wird. Unterhalb von 1100 m wird der Wald gemischter und bietet im Sommer angenehmen Schatten, im Herbst ein leuchtendes Farbspektakel. Im Winter können die Wege verschneit und rutschig sein.
AufstiegsmöglichkeitenDer Puchacz liegt an einer der ältesten und bedeutendsten Wasserscheiden Mitteleuropas: Regenwasser, das östlich des Gipfels fällt, fließt letztendlich in die Ostsee, westlich fallender Regen gelangt ins Schwarze Meer — eine stille, aber beeindruckende geographische Tatsache.