Die Pietraszowa (814 m ü. d. M.) ist ein stiller, bewaldeter Gipfel im südlichen Teil des Kleinen Beskidengebirges (Beskid Mały) in Südpolen — ein ruhiges Wanderziel abseits der touristischen Hauptströme. Wer das Rauschen des Waldes und vereinzelte Lichtungen dem Trubel großer Gipfel vorzieht, ist hier genau richtig.
Der Gipfel ist vollständig bewaldet, doch mehrere Lichtungen unterbrechen das dichte Kronendach. An den Osthängen, die zum Tal des Krzywy Potok abfallen, liegen die Lichtungen Zokowa und Gołasie (auch Gałasiówka genannt) — beide verwildern zunehmend und verbreiten eine ursprüngliche Atmosphäre. Kleinere Lichtungen finden sich auch rund um den Gipfel und an den Westhängen oberhalb des Baches Młyńszczanka. Der Kamm der Pietraszowa bildet zugleich die Wasserscheide zwischen den Einzugsgebieten der Flüsse Soła und Skawa — eine stille, aber faszinierende geographische Besonderheit. Im Herbst verwandelt sich der Mischwald in ein leuchtendes Farbenspiel aus Gold und Rost.
AufstiegsmöglichkeitenEine geographische Kuriosität: Regenwasser, das auf den Westkamm fällt, fließt in die Soła, während Wasser auf der Ostseite in die Skawa gelangt — zwei vollständig verschiedene Flusssysteme, getrennt durch nur wenige Meter Bergkamm.