Der Maršovický vrch (744 m ü. M.) ist ein stiller, bewaldeter Hügel im Vorland des Isergebirges — doch wer genauer hinsieht, entdeckt einen Ort von europäischer Bedeutung. Vor 6.000 bis 7.000 Jahren bauten hier jungsteinzeitliche Bergleute Amphibolhornfels ab, einen idealen Rohstoff für Steinbeile, die bis nach Sachsen, Mähren und sogar Norditalien gehandelt wurden.
Der Gipfel ist der höchste Punkt der Maršovicer Hochfläche und wirkt auf den ersten Blick unspektakulär. Dörfer und Weiler umgeben ihn ringsum: Maršovice im Süden, Krásná und Dolní Černá Studnice im Osten und Norden, und der Jablonecer Stadtteil Kokonín im Westen. Das Gelände ist sanft und waldreich — angenehm zu jeder Jahreszeit, besonders schön im Herbst mit buntem Laubwald, ruhig und beschaulich im Winter.
Anfahrt und AufstiegWer aufmerksam durch den Wald streift, kann die leichten Vertiefungen im Boden entdecken — die erhaltenen Reste prähistorischer Abbaugruben auf rund 22 Hektar. Dieser unscheinbare Hügel gehört zu den bedeutendsten und ältesten Steinabbaukomplexen ganz Europas.