Der Kuk (1.361 m ü.d.M.) ist einer der eindrucksvollsten Gipfel des Borschawa-Massivs in den Ukrainischen Karpaten. Der ukrainische Schriftsteller Wasyl Hrenscha-Donskyj fasste es treffend zusammen: 'In den Karpaten zu sein und den Kuk nicht zu besteigen, ist dasselbe, wie in Rom zu sein und den Papst nicht zu sehen' — eine Empfehlung, die bis heute nichts an Gültigkeit verloren hat.
Die Hänge des Kuk sind bis auf etwa 1.200–1.250 m mit Buchenwäldern bedeckt, durchsetzt von einzelnen Fichten und Weißtannen. Darüber öffnen sich weite Almwiesen — sogenannte Polonyny — mit ausgedehnten Heidelbeerfeldern. Das Gipfelpanorama ist beeindruckend: im Nordwesten der Borschawa-Kamm (Stij, Welykyj Werch, Mahura-Schyde), im Norden der Große Jawornyk und Trostjan, im Osten die Gorganen-Gipfel (Grofa, Ihrowez, Popadia, Petros), im Südosten die Polonyna Krasna mit den fernen Silhouetten des Swidowez und des Marmarosch-Massivs. Im Sommer laden die Hochwiesen zur Rast ein, im Herbst leuchten die Buchenwälder in sattem Gold.
AufstiegsmöglichkeitenAm Osthang des Kuk entspringt der Bach Kosaj — hier pflegte Hrenscha-Donskyj nach Goldforellen zu angeln und traf einst den legendären Räuber Ilko Lypej, dessen Geschichte er später in einem Roman verewigte.