Der Kocierz (879 m ü.d.M.) ist ein stiller, waldreicher Gipfel im Hauptkamm des Beskid Mały (Kleines Beskidengebirge) in Südpolen — ideal für alle, die ruhige Wanderungen abseits des Trubels schätzen. Er bildet einen charakteristisch breiten Bergrücken, der das Kocierzanka-Tal vom Wielka-Puszcza-Tal trennt, und ist von den umliegenden Tälern aus gut als langer, wuchtiger Kamm zu erkennen.
Der Gipfel selbst ist bewaldet; nur eine kleine, langsam zugewachsene Lichtung markiert den höchsten Punkt. Die schönsten Ausblicke entlang dieses Abschnitts bieten sich vom namenlosen Westgipfel (871,5 m) sowie vom Verbindungsgrat zwischen diesem und dem Hauptgipfel — es lohnt sich, dort etwas zu verweilen. Im Herbst färben sich die Buchen- und Mischwälder in leuchtendes Gold und Rostrot, was die Wanderung auf dem Mały Szlak Beskidzki (Kleiner Beskidenweg) besonders reizvoll macht. Der Kamm bildet zugleich die Verwaltungsgrenze zwischen den Dörfern Kocierz Rychwałdzki (Südhänge) und Porąbka (Nordhänge).
AufstiegsmöglichkeitenDer Name 'Kocierz' hat eine bewegte Geschichte: Im 19. Jahrhundert hieß der Berg zunächst 'Szeroka' (Breiter Berg), wurde dann auf österreichischen Karten fälschlicherweise als 'Uptas' bezeichnet, und erst 1983 wurde der ursprüngliche Name offiziell wiederhergestellt. Bereits 1835 widmete der Krakauer Dichter Edmund Wasilewski dem Gipfel ein Gedicht — eine bemerkenswerte Ehre für einen bescheidenen Beskidengipfel.