Die Kiczora (827 m ü. d. M.) ist einer jener Gipfel der Kleinen Beskiden, die mit überschaubarem Aufwand beeindruckende Aussichten bieten. Im Kocierz-Massiv gelegen, an der Grenze der Kreise Bielsko und Żywiec, ist sie ein ideales Ziel für Familien und alle, die die polnischen Mittelgebirge abseits großer Touristenströme entdecken möchten.
Der Gipfel selbst ist bewaldet, doch die Hänge darunter öffnen sich zu weitläufigen Lichtungen — einstigen Schafweiden, die heute langsam von Wald zurückerobert werden. Von der Lichtung auf der Nordseite reicht der Blick ins Tal der Wielka Puszcza, auf den Kamm des Bukowski Groń, die Złota Góra und in der Ferne auf Gipfel wie Jawornica, Łamana Skała und Leskowiec. Noch weiter öffnet sich das Panorama von der westlichen Lichtung: Das riesige Oberbecken des Pumpspeicherkraftwerks Porąbka-Żar liegt zu Füßen, dahinter erheben sich die Schlesischen und Żywiecer Beskiden, und in der Talsohle schimmern die Stauseen Żywiec und Czaniec. Besonders stimmungsvoll ist die Kiczora im Herbst, wenn die Lichtungen in Gold und Rostbraun leuchten und Nebel in den Tälern liegt.
AufstiegsmöglichkeitenDie Kiczora liegt genau auf der Verwaltungsgrenze zwischen Porąbka (Kreis Bielsko) und Międzybrodzie Żywieckie (Kreis Żywiec) — ein kleines geografisches Kuriosum, das dem Gipfel seinen ganz eigenen Charme verleiht.