Die Hirschkoppe (754 m ü.d.M.), auf Polnisch Jelenia Kopa, ist ein stiller, waldbedeckter Gipfel im Östlichen Kamm des Habelschwerdter Gebirges (Góry Bardzkie) in den Mittleren Sudeten. Von weitem kaum als eigenständiger Berg erkennbar, besticht er durch tiefe Waldruhe und einen lohnenden Aussichtspunkt am Osthang mit Blick auf Kamieniec Ząbkowicki und den fernen Jawornik Wielki im Glatzer Schneegebirge.
Der Gipfel selbst ist eine langgestreckte, kaum ausgeprägte Kuppe mit steil abfallenden West- und Osthängen. Ausgedehnte Fichten- und Fichten-Buchen-Wälder umhüllen den gesamten Berg und sorgen zu jeder Jahreszeit für ein besonderes Erlebnis — frisches Frühlingsgrün, ein farbenfrohes Herbstkleid und schneebeladene Winterwälder.
Anfahrt und AufstiegDer alte deutsche Name Hirschkoppe lebt bis heute in der regionalen Überlieferung fort. Geologisch besonders interessant: Während der mittelpolnischen Vereisung ragte die Hirschkoppe als sogenannter Nunatak über das Inlandeis heraus — einer der wenigen Gipfel der Habelschwerdter Berge, der vom Gletscher verschont blieb.