Der Gomul (1.787 m ü. M.) ist einer jener Gipfel, die angenehm überraschen — etwas abseits des Hauptkamms der Tschornohora gelegen, erhebt er sich als klar geformter, eigenständiger Berg mit weiten Ausblicken über die ukrainischen Karpaten. Sein rumänischer Name bedeutet so viel wie 'unscheinbar', doch wer einmal oben steht, weiß: dieser Name täuscht gewaltig.
Der Gomul gehört zum Massiv der Tschornohora und liegt innerhalb des Karpaten-Nationalparks. Sein Gipfelbereich ist von grasigen und zwergstrauchreichen Almwiesen bedeckt, die im Sommer leuchtend grün und im Frühherbst golden-rostrot leuchten. Im Süden überragt ihn der Shpytsi (1.863 m), im Nordosten erstreckt sich die Polonyna Marishevska mit ihrem höchsten Punkt, der Velyka Marishevska (1.567 m). Die Stimmung hier ist wild und ruhig zugleich — weit weg vom Trubel rund um die Howerla, und doch mittendrin im schönsten Teil der Karpaten.
AufstiegsmöglichkeitenEin Fakt, der lange im Gedächtnis bleibt: Ausgerechnet am 'unscheinbaren' Gomul beginnt der Lebensweg des Prut, der von hier aus hunderte Kilometer durch die Ukraine und Rumänien bis zur Donau fließt.