Der Czartowiec (944 m ü.d.M.), einst als 'Vordere Höllen Koppe' bekannt, ist einer der geheimnisvollsten Gipfel der Goldenen Berge im östlichen Sudetenraum — genau auf der polnisch-tschechischen Grenze gelegen, von uraltem Mischwald umgeben und mit einer teuflischen Legende verbunden. Wer abseits der Touristenströme wandern möchte, wird hier fündig.
Der Gipfel bildet einen kegelförmigen Vorsprung westlich des Hauptkamms. Die Westflanke fällt steil ins Tal der Oberen Biała Lądecka ab und zeigt kurz unterhalb des Gipfels eindrucksvolle Gneisfelsen und ein Blockfeld. Der Gipfel selbst ist bewaldet und unauffällig, doch bei guter Sicht belohnt er mit einem weiten Rundblick auf das Biała-Lądecka-Tal, das Śnieżnik-Massiv, die Barden- und Goldenen Berge sowie — an klaren Tagen — auf die Große Eule und den Zobten weit im Norden. Die Hänge sind von natürlichem Bergmischwald bedeckt, der zum Gipfel hin in Fichtenbestand übergeht. Am Gipfel steht der Grenzpfahl Nr. III/32.
AufstiegsmöglichkeitenDer Name 'Czartowiec' leitet sich vom slawischen Wort für Teufel ab. Der Legende nach hauste hier ein Dämon, der die Dorfbewohner in Frauengestalt in die Berge lockte und dann Steine auf sie warf — kein Wunder, dass der alte deutsche Name 'Vordere Höllen Koppe' diese düstere Stimmung widerspiegelt.