Schloss Niederrathen ist eine stimmungsvolle Ruine inmitten der niederschlesischen Landschaft — ein Zeugnis der Jahrhunderte, das mit seinen verwitterten Steindetails, verwilderten Terrassengärten und einer fast greifbaren Melancholie jeden Geschichtsliebhaber in seinen Bann zieht. Wer auf der Suche nach Orten abseits des Trubels ist, wo die Vergangenheit noch spürbar ist, wird hier fündig.
Das Schloss liegt im Dorf Ratno Dolne (Niederrathen) im Glatzer Kessel, eingebettet in Terrassengärten aus dem 17. Jahrhundert und einen alten Landschaftspark, der einst als Wildgehege diente. Der dreigeschossige Bau mit seinen Attikabrüstungen und dem schlanken Westturm ist auch als Ruine beeindruckend. Im Frühling und Sommer wuchert Grün durch das Mauerwerk und verleiht dem Ort eine romantisch-geheimnisvolle Atmosphäre. Im Herbst, wenn Nebel durch den alten Park zieht, wirkt die Szenerie wie aus einem anderen Jahrhundert.
AnreiseDas reich verzierte Hofportal mit den heraldischen Wappen der Familie Johnston Kroegeborn befindet sich in erstaunlich gutem Zustand und ist ein echtes Highlight für Liebhaber der Renaissancekunst. Ein Feuer im Winter 1997/1998 besiegelte das Schicksal des Schlosses als Ruine — gab ihm aber zugleich seinen unverwechselbaren, melancholischen Charakter.