Die Burg Dunajec in Niedzica ist eine der beeindruckendsten mittelalterlichen Burgen Polens — majestätisch, geheimnisvoll und erstaunlich gut erhalten. Sie erhebt sich auf einem Felshügel in 566 m Höhe, rund 35 Meter über dem Tschortschiner See, und bietet einen atemberaubenden Blick auf die Pieninen. Kaum ein Ort in dieser Region vereint so dramatische Landschaft, vielschichtige Geschichte und eine fesselnde Legende auf engstem Raum.
Die Burg fügt sich in die Landschaft der Spiszpieninen ein, als wäre sie direkt aus dem Kalksteinfelsen gewachsen. Jenseits des Dunajec erheben sich die Gipfel Czubatka und Piekiełko, dahinter erstreckt sich das Tschortschiner Pieninen-Massiv. Im Frühling leuchtet das Grün der Hänge, im Sommer schimmert der See tiefblau, und im Herbst taucht das Laub alles in Gold und Rot — zu jeder Jahreszeit ist die Burg ein unvergesslicher Anblick. Im Winter, wenn die Besuchermassen ausbleiben, gewinnt das Gemäuer seinen ursprünglichen, mittelalterlichen Charakter zurück.
AnreiseBerühmt ist die Burg für die Legende des Inka-Schatzes: 1946 soll unter einer Steinschwelle eine Bleirohr mit einem Kipu — einem Knotenschriftdokument der Inka — gefunden worden sein, das den Weg zu einem verborgenen Schatz weisen soll. Das Kipu ist bis heute verschwunden, was dem Ort seinen Hauch von ungelöstem Geheimnis verleiht.