Burg Czorsztyn ist eine der eindrucksvollsten mittelalterlichen Ruinen in den polnischen Bergen — eine verfallene Festung, die majestätisch auf einem Felsvorsprung über dem Czorsztyn-See thront und atemberaubende Ausblicke bietet. Geschichte, Legende und spektakuläre Landschaft machen diesen Ort zu einem absoluten Highlight der Pieninen.
Die Burg erhebt sich auf der sogenannten Zamkowa Góra (588 m ü. M.), einem Kalksteinfelsen, der steil aus dem Seespiegel aufsteigt. Von den Mauern aus genießt man ein Panorama auf die Pieninen und die Tatra, und direkt gegenüber auf der anderen Seeseite liegt die Burg Dunajec in Niedzica. Die Ruine beeindruckt zu jeder Jahreszeit: frisch und grün im Frühjahr, sonnendurchflutet im Sommer, farbenprächtiger Herbstwald als Kulisse und im Winter ein geradezu mystisches Bild unter Schnee. Das Gelände steht als Naturschutzgebiet 'Zamek Czorsztyn' unter dem Schutz des Pieninen-Nationalparks und beherbergt ein einzigartiges Mikroklima sowie seltene Pflanzen, darunter das Pieninen-endemische Berggoldlack.
Anreise und ZugangDer lokalen Legende nach hüten übernatürliche Mächte einen verborgenen Schatz in den Kellern der Burg — zwei Hirtenjungen, die ihn fanden, sollen dabei um ein ganzes Jahrhundert in der Zeit versetzt worden sein. Die wahre Geschichte ist mindestens ebenso fesselnd: König Johann II. Kasimir flüchtete hier 1655 vor den schwedischen Truppen, und die romantischen Ruinen inspirierten sowohl eine Oper von Karol Kurpiński als auch Gedichte von Maria Konopnicka.