Die Burg Kynast — polnisch Zamek Chojnik — ist eine der eindrucksvollsten Burgruinen im polnischen Gebirge: eine mittelalterliche Festung, die auf dem 627 m hohen Gipfel des Chojnik-Berges thront, mit einem spektakulären 150 Meter hohen Felssturz ins sogenannte 'Höllental' (Piekielna Dolina) an ihrer Südostseite. Geschichte, Legende und wilde Karkonosze-Natur verschmelzen hier zu einem unvergesslichen Erlebnis.
Die Burg beherrscht das Jelenia-Góra-Becken und die umliegenden Riesengebirgsgipfel. Im Herbst leuchten die Wälder rundum in allen Farben, im Winter verwandeln Frost und Schnee die Ruine in eine Märchenkulisse, und im Sommer ziehen dramatische Gewitter übers Gebirge — passenderweise war es genau ein solcher Blitzschlag am 31. August 1675, der die Burg in Brand setzte und sie in den romantischen Zustand versetzte, den man heute bewundert. Das Gelände liegt in der Kernschutzzone des Nationalparks Riesengebirge (Karkonoski Park Narodowy).
Anreise und AufstiegDie Burg ist untrennbar mit der Legende der Prinzessin Kunigunde verbunden, die ihre Verehrer zwang, die Burgmauern zu Pferd auf dem steilen Felsvorsprung zu umreiten — eine Geschichte, die Friedrich Schiller zu seinem Gedicht 'Der Handschuh' inspirierte.