Die Burg Bolzenstein gehört zu den stimmungsvollsten Ruinen in den Sudeten — eine mittelalterliche Wehranlage, die sich in Granitfelsen schmiegt, von dichtem Wald umgeben und mit einer bewegten Geschichte seit dem 14. Jahrhundert. Wer auf der Suche nach einem Ort ist, an dem Geschichte und Natur eine besondere Verbindung eingehen, wird hier fündig.
Die Ruinen thronen auf einem felsigen Granitvorsprung auf etwa 561 m ü. NN im nördlichen Teil des Isergebirgsvorlandes (Rudawy Janowickie), rund 15 km von Jelenia Góra (Hirschberg) entfernt. Erhalten sind Teile der Ringmauer, ein Bastionsturm, Barbakane und das Burgtor — genug, um die einstige Wehrhaftigkeit der Anlage zu spüren. Im Frühling erwacht der Wald rund um die Burg, im Sommer spendet er angenehmen Schatten, und im Herbst taucht er das Gelände in warme Rottöne. Im Winter wirken die bereiften Mauern geradezu märchenhaft.
Anreise und ZuwegungDie Burg blickt auf eine wechselvolle Geschichte zurück: Im 15. Jahrhundert war sie Stützpunkt von Raubrittern, und 1645 steckten schwedische Truppen beim Abzug die Wohngebäude in Brand — seitdem liegt Bolzenstein in Ruinen. Genau diese ungezähmte Authentizität macht den Besuch so besonders.