Der Zackelfall ist der höchste Wasserfall in den polnischen Sudeten und eines der eindrucksvollsten Naturschauspiele im Riesengebirgs-Nationalpark. Der Kamieńczyk-Bach stürzt in drei Kaskaden aus 27 Metern Höhe in eine wilde, enge Schlucht — ein Anblick, der sich tief ins Gedächtnis einprägt. Wer die raue, romantische Seite des Riesengebirges erleben möchte, ist hier genau richtig.
Die Kamieńczyk-Schlucht verengt sich an ihrer engsten Stelle auf gerade einmal 3 Meter, während die Felswände bis zu 30–35 Meter aufragen. Die Atmosphäre ist zu jeder Jahreszeit besonders: Im Frühling tosen die Kaskaden nach der Schneeschmelze, im Sommer umhüllt sattgrünes Laub die schwarzen Felsen, im Herbst leuchtet der Wald in warmen Farben, und im Winter verwandelt der Frost den Wasserfall in eine spektakuläre Eisskulptur. Am Fuß des Wasserfalls befindet sich ein fünf Meter tiefer Gumpen, und hinter der mittleren Kaskade verbirgt sich eine kleine Höhle, die sogenannte 'Goldene Grube', in der einst Amethyste und Pegmatit abgebaut wurden.
Anreise und ZugangDer Sage nach besteht das Wasser des Zackelfalls aus den Tränen sieben Wassernymphen, die ihre Schwester Łabudka beweinen, die in die Schlucht stürzte. Historisch verbürgt ist hingegen der Besuch des späteren US-Präsidenten John Quincy Adams im Jahr 1800, der den Ort als 'wild und romantisch' beschrieb — eine Einschätzung, die bis heute gilt.