Vitányvár ist eine mittelalterliche Burgruine, versteckt im Wald auf einem Hügel oberhalb von Vértessomló im nördlichen Teil des Vértes-Gebirges. Wer hierher kommt, sucht keine überfüllte Touristenattraktion, sondern einen stillen Ort mit Geschichte – die Bäume verbergen die Ruine so gut, dass man sie erst aus nächster Nähe erkennt.
Die Burg steht auf einem kleinen, bewaldeten Kegel nahe dem 417 Meter hohen Nyerges-Hügel, oberhalb von Körtvélyespuszta. Der unregelmäßige, annähernd fünfeckige Grundriss umfasst zwei Innentürme mit einem dazwischenliegenden Hof, umgeben von einer Schutzmauer, einem Graben und einem Wall – etwas weiter außen verläuft ein zweiter Graben zur zusätzlichen Sicherung. Bis Ende des 20. Jahrhunderts standen beide Türme noch teilweise bis zur Mauerkrone, mit gotischen, steingerahmten Fenstern und Spuren von Gewölben. Von den Ruinen aus blickt man über die umliegenden Hügel und die Dörfer Vértessomló und Környe – ein besonders stimmungsvoller Ort im Herbst, wenn das Laub den Wald lichtet und die Mauern golden schimmern.
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Praktische Informationen
Wahrscheinlich von einem Mitglied des Csák-Geschlechts nach dem Mongoleneinfall errichtet, wechselte die Burg über die Jahrhunderte mehrfach den Besitzer und fiel wiederholt an die Osmanen, bevor sie 1598 gesprengt wurde, um eine erneute türkische Besetzung zu verhindern.