Hoch über dem Donauknie thront die Zitadelle von Visegrád auf einem 328 Meter hohen Felsengipfel — eine der eindrucksvollsten Burganlagen Ungarns. Die mächtigen mittelalterlichen Mauern erstrecken sich vom Gipfel bis hinunter ans Donauufer und erzählen von ungarischen Königen, Belagerungen und einem gestohlenen Kronjuwel. Ein Besuch lohnt sich zu jeder Jahreszeit.
Von der Zitadelle genießt man einen atemberaubenden Rundblick auf die Schleifen der Donau und die bewaldeten Hügel des Visegráder Gebirges. Im Frühling ergrünen die Hänge, im Sommer bietet die Höhe angenehme Abkühlung, und im Herbst leuchten die Wälder in warmen Farben. Das felsige, stellenweise steile Gelände verleiht dem Aufstieg echten Abenteuercharakter, und die aus dem Blätterdach ragenden Mauern steigern die Vorfreude mit jedem Schritt.
Anreise und AufstiegWer die Burg besucht, sollte wissen, dass hier einst die Heilige Stephans-Krone im fünfeckigen Bergfried aufbewahrt wurde — bis sie 1440 die Hofdame Ilona Kottaner im Auftrag der Witwen-Königin Elisabeth heimlich entwendete. Einer der kühnsten Diebstähle des Mittelalters!