Die Festung Silberberg zählt zu den besterhaltenen und beeindruckendsten Festungsanlagen des 18. Jahrhunderts in Mitteleuropa. Auf Befehl Friedrichs des Großen zwischen 1765 und 1777 erbaut, thront sie majestätisch über dem Silberberger Pass in den Sudeten und verbindet militärische Geschichte mit atemberaubender Berglandschaft. Wer dramatische Architektur, lebendige Geschichte und weite Ausblicke liebt, ist hier genau richtig.
Die Festung erstreckt sich über zwei Anhöhen — den Festungsberg (686 m) und den Ostróg (627 m) — und beherrscht die Landschaft mit einem fast theatralischen Auftritt. Beim Durchwandern der Kasematten, Bastionen und des großen Donjons fühlt man sich unmittelbar in die Geschichte versetzt. Im Sommer sorgen die mächtigen Mauern für angenehme Kühle, im Herbst leuchten die umliegenden Wälder in Gold und Rot, und im Winter verbreitet die gesamte Anlage eine rauhe, fast märchenhafte Stimmung. Der Donjon — der größte seiner Art in Europa mit vier Türmen und zwölf Meter dicken Mauern — bietet vom Mauerring aus eine herrliche Aussicht auf das Bardgebirge.
AnreiseEin bemerkenswertes Detail: Die Festung wurde niemals eingenommen — der einzige Sturmangriff napoleonischer Truppen im Jahr 1807 scheiterte, als der Friede von Tilsit den Krieg beendete. Im Zweiten Weltkrieg gelang neun polnischen Offizieren aus dem hier eingerichteten Kriegsgefangenenlager eine waghalsige Flucht — drei von ihnen schafften es bis nach Syrien und kämpften schließlich bei Tobruk.