Mitten im Ortskern von Ságvár, direkt neben der reformierten Kirche, verbirgt sich ein kleines, aber aussagekräftiges Stück Geschichte - der Park der römischen Siedlung Tricciana. Vor fast zweitausend Jahren kreuzten sich hier wichtige römische Straßen, die Sopianae (Pécs) mit Arrabona (Győr) sowie Keszthely mit Adony verbanden.
Von der einst fast einen Kilometer langen, 2,5 Meter breiten römischen Festungsmauer sind heute nur noch wenige Meter erhalten, die als kompakter Gedenkgarten vor der reformierten Kirche gestaltet wurden. Die Atmosphäre hier ist ruhig und besinnlich - Rasenflächen, Mauerreste und ein römischer Sarkophag bilden eine kleine, aber authentische Enklave der Antike inmitten der sanften Somogyer Landschaft. Im Frühling und Sommer verleiht das umgebende Grün dem Ort einen intimen Charme, im Herbst laden die ruhigen Dorfgassen zu einem entspannten Besuch ein.
Anreise
Praktische Informationen
Bei den Fundamentarbeiten der Kirche im 19. Jahrhundert wurden römische Grabsteine und Münzen entdeckt - der erste neuzeitliche archäologische Nachweis des fünften römischen Castrums in Transdanubien.