In den stillen Wäldern des Bakony-Gebirges, westlich der Burg von Nagyvázsony, liegen die stimmungsvollen Ruinen eines gotischen Paulinerklosters. Gegründet vom legendären Türkenbezwinger Pál Kinizsi und seinem Schwiegervater Balázs Magyar, diente der Ort einst als Familiengrabstätte und als bedeutendes geistiges Zentrum.
Die Ruinen liegen in ruhiger Waldlage, fernab vom Dorftrubel — passend zum einstigen Beinamen der Gegend, dem 'Land der Stille'. Die erhaltene Chorschlusswand und die Grundmauern des Kirchenschiffs lassen die frühere Pracht der Kirche erahnen, die einst von einem prächtigen gotischen Netzgewölbe überspannt wurde. Im Frühling und Sommer ist der umliegende Wald dicht und grün, im Herbst verleiht das goldene Licht den alten Steinen eine besonders eindrucksvolle Stimmung.
AnreiseIm Kloster wirkten kunstfertige Mönche, die kostbare mittelalterliche Kodizes schufen, darunter der Festetics-Kodex und der Czech-Kodex, angefertigt für Kinizsis Ehefrau Benigna Magyar — seltene erhaltene Schätze der ungarischen Schriftkultur des Mittelalters.