Schloss Hinterglauchau ist ein Renaissanceschloss im westsächsischen Glauchau, das auf einem Bergsporn hoch über der Zwickauer Mulde thront. Errichtet ab 1470 am Ort einer um 1170 erbauten Burg der Herren von Schönburg, war es über Jahrhunderte deren Herrschaftsmittelpunkt - heute zählt es zu den eindrucksvollsten historischen Orten Westsachsens.
Der Schlossberg fällt an drei Seiten steil ab und wird durch den sogenannten Kurzen Graben von der Stadt getrennt. Eine steinerne Bogenbrücke über den Halsgraben verbindet Hinterglauchau mit dem benachbarten Schloss Forderglauchau. Die Atmosphäre ist einzigartig: enge unterirdische Gänge, das legendäre Verlies 'Flasche', die Schlosskapelle und weite Ausblicke ins Muldental machen den Besuch besonders im Herbst und Winter zu einem echten Erlebnis, wenn Nebel über dem Flusstal liegt.
AnfahrtDer Überlieferung nach sollen im Halsgraben früher Bären gehalten worden sein, und der unterirdische Gang diente wohl als Fluchttunnel - heute kann man ihn begehen und die in den Fels gehauenen spitzbogigen Gewölbe bestaunen.