Tief im Wald der Trockenen Gebirge (Góry Suche) verbirgt sich auf 770 Metern Höhe die Burgruine Freudenburg — auf Polnisch Zamek Radosno — eine der stimmungsvollsten mittelalterlichen Ruinen im mittleren Sudetenraum. Wer hier heraufsteigt, taucht ein in eine Geschichte voller Raubritter, böhmischer Könige und dramatischer Belagerungen.
Das eindrucksvollste erhaltene Element ist ein massiver, zwölf Meter hoher Stumpf des zylindrischen Wehrturms, gemauert aus einheimischem Melaphyr — ein robustes Zeugnis des 13. Jahrhunderts. Dazu kommen freigelegte Mauerreste, die erahnen lassen, wie wehrhaft diese Anlage einst war. Im Herbst, wenn der Buchenwald die Ruine in warmes Gold taucht, ist der Ort besonders zauberhaft. Im Sommer bietet der dichte Wald angenehmen Schatten, im Winter verleiht Schnee den alten Steinen eine fast märchenhafte Anmutung.
Anreise und WegbeschreibungIm Jahr 1497 wurde die Freudenburg auf Befehl des böhmischen Königs Vladislav II. Jagiello endgültig zerstört — sie war zu einer berüchtigten Räuberhöhle geworden. Seitdem harrt sie als stille Ruine im sudetischen Wald aus.