Der Recski Nemzeti Emlékpark ist eine der eindringlichsten Gedenkstätten Ungarns — der Ort eines brutalen Zwangsarbeitslagers, das von 1950 bis 1953 rund 1.500 Menschen ohne Gerichtsurteil gefangen hielt. Als 'ungarischer Gulag' bekannt, hinterlässt er bei jedem Besucher einen bleibenden Eindruck.
Der Gedenkpark liegt in den grünen Mátra-Bergen, etwa drei Kilometer südwestlich des Dorfes Recsk, auf einer Höhe von rund 400 Metern, unweit des alten Steinbruchs am Hang des Berges Csákány-kő. Die Umgebung ist still und waldreich — im Herbst leuchtet das Laub in warmen Gold- und Rottönen, im Sommer spendet der Baumbestand angenehmen Schatten. Genau dieser Frieden der Natur macht die Geschichte des Ortes so erschütternd eindringlich. Die Gedenkstätte ist das ganze Jahr über zugänglich.
AnreiseIm Mai 1951 gelang dem Gefangenen Gyula Michnay die Flucht bis nach Wien, wo er im Radio Free Europe die Namen von 600 Mithäftlingen verlas — der Moment, in dem die Außenwelt erstmals von der Existenz dieses Lagers erfuhr. Das Massengrab der hier Gestorbenen wurde bis heute nicht gefunden.