Die Burgruine Ostrý Kameň klebt förmlich an einem steilen Felsrücken des Záruby — dem höchsten Gipfel der Kleinen Karpaten — und ist eines jener Orte, die man so schnell nicht vergisst. Auf 576 m Höhe gelegen, bewachte diese gotische Grenzburg im 13. Jahrhundert den alten Handelsweg zwischen Ungarn und Böhmen, die sogenannte 'Böhmische Straße'.
Die Landschaft ringsherum ist rau und beeindruckend. Kalksteinmauern wachsen direkt aus dem Fels, als wären sie ein Teil davon, und dichter Wald umhüllt die Ruinen von allen Seiten. Im Frühling und Sommer ist das Grün intensiv und stimmungsvoll, im Herbst leuchtet der Hang in satten Farben, und im Winter, wenn das Laub fällt, bekommen die Ruinen etwas Geheimnisvolles. Der Felsgrat ist steil, und ein in den Fels gehauener Graben trennte einst die Burg vom dahinterliegenden Bergrücken.
Anfahrt und AufstiegVon dem Wachturm der Burg aus konnte die Besatzung einst gleichzeitig drei weitere Burgen erspähen — Plavecký hrad, Korlátka und Branč — ein eindrucksvoller Beweis dafür, wie wichtig dieser Punkt im mittelalterlichen Grenzsystem war.