Der Molpír ist ein bescheidener, aber faszinierender Hügel in den Kleinen Karpaten, der sich auf 352 m ü. M. über dem slowakischen Dorf Smolenice erhebt. Was ihn besonders macht, ist nicht seine Höhe, sondern die bemerkenswerten Überreste eines eisenzeitlichen Burgwalls, der einst seinen Gipfel krönte — eine der bedeutendsten vorgeschichtlichen Stätten in Mitteleuropa.
Der Hügel ist mit typischem Kleinkarpaten-Wald bedeckt — Buchen und Eichen spenden im Sommer angenehmen Schatten und leuchten im Herbst in prächtigen Farben. Das Gelände ist sanft und stellt keinerlei technische Anforderungen, was Molpír zum idealen Ziel für einen entspannten Halbtagesausflug macht. Im Frühjahr und Herbst verleihen Nebelschwaden zwischen den Bäumen dem Ort eine geheimnisvolle Atmosphäre, die zur tiefen Geschichte dieses Platzes wunderbar passt.
Aufstieg zum Gipfel
Praktische Informationen
Auf dem Höhepunkt seiner Blüte im 6. Jahrhundert v. Chr. war der Burgwall auf dem Molpír Heimat von etwa 800 Menschen — Handwerkern, Eisen- und Bronzearbeitern sowie Webern, deren Textilien bis in die Alpenwelt gehandelt wurden. Sein plötzlicher Untergang, der wahrscheinlich auf innere Konflikte zurückzuführen ist, beschäftigt Archäologen bis heute.