Auf einem felsigen Hügel am Rand einer Karsthochebene am Fuß des Bakony-Gebirges thront eine kleine, kuppelbedeckte Rundkirche, um die sich jahrhundertelang zahlreiche Legenden rankten. Manche hielten sie für eine ehemalige türkische Moschee, Überreste eines Burgturms oder sogar für ein römisches Bauwerk - die Wahrheit ist mindestens genauso spannend.
Es handelt sich um eine der wenigen erhaltenen Rundkirchen aus der Arpaden-Zeit, vermutlich im 11. Jahrhundert erbaut. Die Kirche krönt eine ruhige, ländliche Landschaft mit Blick auf die Karsthochebene und die umliegenden Hügel des Bakony. Die Atmosphäre ist beschaulich und geschichtsträchtig - ein Ort, an dem die Zeit stillzustehen scheint, besonders reizvoll bei Sonnenuntergang, wenn sich die Steinmauern warm färben. Im Winter wirkt der kahle Hügel karg und zeitlos, während Frühling und Sommer die Umgebung mit Grün umhüllen.
Anreise
Praktische Informationen
Übrigens: 1968 diente die Rundkirche als Filmkulisse - in einer Folge der Serie Bors spielte sie ein improvisiertes Anarchisten-Gefängnis, obwohl die Handlung angeblich im russischen Bürgerkrieg spielte.