Die Burgruine Návarov ist ein stilles, beeindruckendes Zeugnis mittelalterlicher Geschichte — hoch über dem Zusammenfluss der Kamenice und des Zlatník-Baches gelegen, erzählen ihre Mauern von Belagerungen, schwedischen Besatzern und der bewegten Zeit des Dreißigjährigen Krieges. Wer auf einem kurzen Ausflug Geschichte spüren möchte, liegt hier goldrichtig.
Das felsige Hügelgelände verleiht den Ruinen eine markante, fast dramatische Atmosphäre. Das umliegende Kamenice-Tal zeigt sich im Frühling saftig grün und im Herbst in warmen Rottönen, die das alte Gemäuer besonders stimmungsvoll erscheinen lassen. Das Gelände ist gut markiert und für die meisten Wanderer problemlos zu begehen.
Anreise und ZugangswegeEin bemerkenswertes Detail der Geschichte: Nach dem Abzug der Schweden 1644 ließ die Prager Statthalterschaft die Burg absichtlich niederlegen, um sie nicht erneut als militärischen Stützpunkt nutzen zu können. Das gewonnene Steinmaterial wurde gut zwanzig Jahre später beim Bau des nahe gelegenen Barockschlosses Návarov wiederverwendet.