Die Burg Waldstein zählt zu den malerischsten Sehenswürdigkeiten der Mittleren Sudeten — eine neugotische Residenz, die sich spektakulär in die Felsabbrüche des Szczytnik-Hügels (589 m ü. NHN) einfügt und einen weiten Blick über die Duszniki-Senke und das Städtchen Szczytna bietet. Was diesen Ort so besonders macht: Die Burg wirkt täuschend echt mittelalterlich, wurde aber erst zwischen 1831 und 1837 erbaut.
Der viereckige Bau mit vier Ecktürmen, einem Trockengraben und einer Ringmauer beeindruckt zu jeder Jahreszeit. Im Frühling leuchtet der umliegende Wald in sattem Grün, im Sommer eröffnet der Aussichtspunkt neben der Burg weite Panoramen über das Tafelgebirge, und im Herbst verwandeln sich die Felsen der Orlí Skálky in ein farbenprächtiges Schauspiel. In der Nähe der Burg führt ein steinerner Kreuzweg entlang, dessen originelle Sandsteinreliefs direkt in den natürlichen Fels eingelassen sind.
Anreise und ZugangEin besonderes Detail ist die Statue des hl. Johannes von Nepomuk am Burgtor mit einem Chronostichon, das das Jahr 1723 ergibt — also weit vor dem Bau der Burg selbst. Mitunter wird das Gebäude dem berühmten preußischen Architekten Karl Friedrich Schinkel zugeschrieben, was historisch jedoch nicht belegt ist.