Der Rote See ist eines der faszinierendsten Naturwunder der rumänischen Karpaten — ein natürlicher Stausee in den Hășmaș-Bergen, aus dessen Wasser die versteinerter Stämme alter Fichten herausragen und dem Ort eine geheimnisvolle, fast unwirkliche Stimmung verleihen. Wer die Schlucht von Bicaz besucht, sollte diesen See auf keinen Fall auslassen.
Der See liegt auf 983 m Höhe, eingebettet zwischen markanten Gipfeln: Suhardul Mic und Suhardul Mare im Norden, der malerisch benannte Muntele Ucigaș ('Der Killer-Berg') im Osten. Das Tal ist nahezu windfrei, die Luft außergewöhnlich rein und reich an natürlichen Aerosolen. Im Sommer spiegeln sich die bewaldeten Hänge im stillen Wasser; im Herbst leuchten Buchen und Fichten in warmen Farben; im Winter liegt eine ruhige, subalpine Stille über der Landschaft. Mit einer Jahresdurchschnittstemperatur von 8°C ist das Mikroklima hier angenehm mild.
AnreiseDer See entstand durch einen gewaltigen Bergsturz, der vermutlich durch ein Erdbeben der Stärke 6,9 am 23. Januar 1838 ausgelöst wurde. Der überflutete Fichtenwald versteinerte mit der Zeit — und die noch heute aus dem Wasser ragenden Baumstämme sind das unverwechselbare Wahrzeichen des Roten Sees.