Auf dem Gipfel der Kleinen Prašivá (Malá Prašivá) im Schlesischen Beskidengebirge thront eine kleine Holzkirche, die seit fast 400 Jahren Pilger aus dem gesamten Teschener Schlesien anzieht. Das Gebäude verbindet Glauben, Geschichte und Bergpanorama auf eine Weise, die sich nur schwer in Worte fassen lässt — wer einmal hier oben steht, versteht sofort, warum dieser Ort so besonders ist.
Die Kirche liegt in einer offenen Gipfellichtung und bietet weite Ausblicke über die Beskidenketten der Umgebung. Ihre mit Holzschindeln verkleideten Blockhauswände fügen sich harmonisch in die Landschaft aus Wäldern und Bergwiesen ein. Im Sommer herrscht eine lebhafte Wallfahrtsstimmung, im Herbst verwandelt sich der Hang in ein goldenes Farbenspiel und die Stille am Gipfel wirkt fast meditativ. Im Winter erfordert der Aufstieg mehr Ausdauer, doch das Panorama und die besondere Atmosphäre entschädigen jeden Schritt.
Anreise und AufstiegErbaut wurde die Kirche 1640 von Graf Georg von Oppersdorf als Dank für seine Rettung vor einem wütenden Hirsch — eine der liebenswertesten Entstehungsgeschichten, die man sich für eine Bergkirche vorstellen kann.