Die Burgruine Rabí zählt zu den größten und beeindruckendsten mittelalterlichen Ruinen Tschechiens — ein weitläufiger, romantischer Komplex auf einem Felsvorsprung hoch über dem Fluss Otava, rund 8 Kilometer nordöstlich von Sušice. Wer gotische Mauern, gewaltige Bastionen und eine bewegte Geschichte liebt, ist hier genau richtig.
Auf 529 Metern Höhe thront die Burg über den bewaldeten Hügeln des Böhmerwaldvorlands. Im Frühling und Sommer strahlt die Umgebung in sattem Grün, während der Herbst das Otavatal in warme Gold- und Rottöne taucht. Im Winter wirken die kahlen Mauern besonders herb und geheimnisvoll. Vom höchsten Punkt der Ruine bietet sich ein schöner Rundblick auf den mäandrierenden Fluss und die sanft gewellte Landschaft des Böhmerwaldvorlands.
Anreise und ZugangEin besonderes historisches Detail: Im Juli 1421 verlor der hussitische Feldherr Jan Žižka bei der Belagerung von Rabí sein zweites Auge und erblindete vollständig — und führte seine Truppen dennoch weiter zum Sieg. Dieser Umstand macht Burg Rabí zu einem der bedeutendsten Erinnerungsorte der tschechischen Geschichte.
Quelle: Wikipedia (Lizenz CC BY-SA 4.0)