Burg Houska ist eines der geheimnisvollsten Reiseziele Böhmens — eine gotische Burg, die später zu einem Renaissance-Schloss umgebaut wurde und auf einem Sandsteinfelsen auf etwa 430 Metern Höhe thront. Eingebettet in die reizvolle Schutzlandschaft Kokořínsko in Nordböhmen verbindet sie beeindruckend erhaltene mittelalterliche Architektur mit dunklen Legenden, die Abenteurer und Geschichtsliebhaber gleichermaßen anziehen. Ein Besuch hier ist ein unvergessliches Erlebnis.
Die Burg liegt im östlichen Teil des Landschaftsschutzgebietes Kokořínsko, umgeben von dichten Wäldern und den typischen Sandsteinformationen der Region. Die Landschaft wirkt zu jeder Jahreszeit eindrucksvoll: Im Frühling leuchtet frisches Grün aus den Buchenwäldern, im Sommer spendet das Blätterdach angenehme Kühle, und im Herbst verwandeln sich die Hänge in ein Farbenmeer. Der Fels, auf dem die Burg steht, fällt auf drei Seiten nahezu senkrecht ab und verleiht dem Ort eine natürliche Wehrhaftigkeit.
Im Inneren ist die gotische Bausubstanz bis ins zweite Obergeschoss bemerkenswert gut erhalten — mit Rippengewölben, Maßwerkfenstern und original erhaltenen Portalen. Besonderes Highlight ist die Burgkapelle mit gotischen Wandmalereien aus der Zeit um 1330. Die sogenannte Grüne Kammer beeindruckt mit Renaissance-Fresken aus den Jahren 1584–1594, die Jagdszenen, Burgenveduten und Wappen zeigen. Houska gilt als eine der besterhaltenen Burgen aus der Zeit Přemysl Ottokars II.
AnreiseDer Legende nach wurde die Burgkapelle genau über einem Felsspalt errichtet, der geradewegs in die Hölle führen soll — eine Geschichte, die Houska seit dem Mittelalter zu einem Magneten für Geheimnissucher aus ganz Europa gemacht hat.