Direkt unter den Pflastersteinen von Furth im Wald, einer kleinen Grenzstadt im Landkreis Cham, verbergen sich die Further Felsengänge — ein verschlungenes Netz aus in den Fels gehauenen Gängen, das von engagierten Heimatforschern und ehrenamtlichen Helfern wieder zugänglich gemacht wurde. Wer auf der Suche nach einem echten Stück Geschichte abseits der großen Touristenströme ist, wird hier fündig.
Die Gänge sind in den felsigen Untergrund gehauen, auf dem die Stadt errichtet wurde, und dienten einst als Flucht- und Verbindungswege in unruhigen Zeiten. Beim Eintreten umgibt einen sofort angenehme Kühle und eine stille, beinahe greifbare Atmosphäre vergangener Jahrhunderte. Gerade im Sommer bildet der kühle Felsgang einen herrlichen Kontrast zur Wärme draußen. Zusammen mit dem nahezu unveränderten mittelalterlichen Grundriss der Bebauung oberhalb entsteht ein einzigartiges Gesamtbild der Geschichte dieser vielmals durch Brände und Kriege geprüften Grenzstadt.
Anreise und Zugang:Furth im Wald hat trotz zahlreicher Brände und Kriegszerstörungen seinen mittelalterlichen Stadtgrundriss nahezu unverändert bewahrt — die Felsengänge darunter sind ein stiller Zeuge dieser wechselvollen Geschichte an der bayerisch-böhmischen Grenze.
Quelle: Wikipedia (Lizenz CC BY-SA 4.0)