Auf einem 444 Meter hohen vulkanischen Gipfel im nördlichen Börzsöny-Gebirge erheben sich die stolzen Ruinen der Burg Drégely — ein Ort, der als Symbol heldenhaften Widerstands in die ungarische Geschichte einging. Hier begegnet man nicht nur einer malerischen Ruine, sondern einem lebendigen Denkmal für den Mut von Kapitän György Szondi und seiner kleinen Garnison.
Der Blick von den Ruinen über die bewaldeten Hügel des Börzsöny ist besonders im Herbst atemberaubend, wenn die Wälder in leuchtenden Farben erstrahlen, oder im Frühling, wenn die Natur zu neuem Leben erwacht. Der Aufstieg verbindet Geschichte und Natur gleichermaßen — die Mauern scheinen noch immer den Widerhall der fast fünf Jahrhunderte zurückliegenden Belagerung zu tragen, umgeben von der Ruhe eines wenig besuchten Bergwinkels.
Anreise
Praktische Hinweise
1552 hielt eine Garnison von nur 146 Mann unter Kapitän György Szondi drei Tage lang der 12.000 Mann starken osmanischen Armee von Ali Pascha stand — als die Niederlage unausweichlich wurde, wählten sie den Tod im Kampf statt der Kapitulation, eine Geschichte, die in ungarischen Liedern bis heute weiterlebt.