Czertyżne ist eines jener verlassenen Lemken-Dörfer im Niederen Beskiden, die einen Wanderer mehr berühren können als so mancher Gipfel. Versteckt in einem abgelegenen Tal des Baches Czertyżnianka, ist es heute ein Ort der Stille, der Geschichte und einer wunderschönen, wilden Natur - ideal für Liebhaber ruhiger, abseits gelegener Wanderungen.
Das kleine Tal, in dem das Dorf einst lag, war windgeschützt und sonnenreich, was den Bewohnern früher gute Ernten und einen gewissen Wohlstand ermöglichte. Heute verleiht dasselbe Mikroklima dem Ort eine sanfte, ländliche Atmosphäre - im Sommer grün und ruhig, im Herbst in warmen Farben leuchtend, im Winter still unter einer Schneedecke. Vom Dorf sind nur noch Spuren geblieben: ein alter, von Fichten umgebener Friedhof am Zusammenfluss zweier Bäche und ein Kreuz, das den Standort der ehemaligen Kirche markiert.
AnreiseDer Name des Dorfes stammt vom ruthenischen Wort czerteż, das eine Waldrodung bezeichnet - Czertyżne war eines der zuletzt gegründeten Dörfer der Region, erst 1584 von den Siedlern Iwan Michniewicz und Maksym Tokajski angelegt.