Der Kriegsfriedhof Nr. 6 in Krempna ist einer jener Orte, die einen innehalten lassen — ein stilles, berührendes Denkmal für Soldaten dreier Nationalitäten, die im Winter 1914 an der Wisłoka gefallen sind. Entworfen vom bedeutenden Architekten Dušan Jurkovič, besticht er durch eine ungewöhnlich künstlerische Gestaltung, die ihn von typischen Militärfriedhöfen deutlich unterscheidet.
Im Mittelpunkt der Anlage erhebt sich ein Steinmonument auf sechs in einem Kreis angeordneten Pfeilern, gekrönt von einem Betonkranz mit kupfernen Eichenblättern. Diese Blätter haben eine besondere Geschichte — sie wurden von polnischen und österreichischen Soldaten gestiftet, die im Rahmen der UN-Friedenstruppen auf den Golanhöhen dienten. Zwei ergreifende Inschriften auf den Pfeilern lauten: 'Obwohl ihr gestorben seid — ihr lebt in der Erinnerung, in der Liebe und im Segen des Friedens' sowie 'Wir kämpften Brust an Brust, wir werden Schulter an Schulter auferstehen.' Hier ruhen 53 österreichisch-ungarische, 33 russische und 34 unbekannte Soldaten — die meisten starben in einem Feldlazarett in Häusern nahe der orthodoxen Kirche des Dorfes.
Der Friedhof liegt im ruhigen Dorf Krempna, eingebettet in die sanfte Beskidenlandschaft der Magura Wątkowska. Er lädt zu stiller Einkehr ein — im Frühling von frischem Grün umgeben, im Herbst in goldene Farben getaucht und im Winter unter Schnee besonders eindringlich.
AnreiseDies ist einer von über 400 westgalizischen Kriegsfriedhöfen, die von der K. u. K. Militärkommandantur in Krakau errichtet wurden — ideal für eine Erkundung des gesamten historischen Weges durch die Niederen Beskiden.