Baranie (754 m ü. d. M.) ist ein stiller, lohnender Gipfel in den Niederen Beskiden, der mit etwas ganz Besonderem aufwarten kann: Man steht genau auf der polnisch-slowakischen Staatsgrenze und gleichzeitig auf der Großen Europäischen Wasserscheide — Regentropfen, die hier fallen, fließen entweder zur Ostsee oder zum Schwarzen Meer. Ein Gipfel für alle, die ruhige Waldwege und das Gefühl der Abgeschiedenheit schätzen.
Die Landschaft rund um Baranie ist typischer Niederer Beskid — sanft geschwungene, bewaldete Kämme, weiche Hänge und eine beschauliche Atmosphäre abseits der touristischen Hauptströme. Bei guter Sicht erlaubte der einstige Aussichtsturm Blicke auf die Tatra, die Bieszczady und die Polonyna Rivna, doch der Turm existiert heute nicht mehr. Im Frühling leuchtet der Wald hellgrün, im Herbst flammt er in warmen Farben, und im Winter verleiht Schnee dem Kamm einen wilden, ursprünglichen Charakter.
So erreicht man den GipfelEin Stück Kriegsgeschichte haftet diesem Gipfel an: Ein stählerner Beobachtungsturm, den die Deutschen im Zweiten Weltkrieg hier errichteten, stand bis zum Winter 1999/2000 — ein stilles Zeugnis dafür, wie strategisch wichtig dieser Grenzrücken einst war.