Castrum Cirpi ist eine der faszinierendsten römischen Militäranlagen entlang der Donaugrenze — ein antikes Kastell, dessen Umrisse noch heute deutlich in der Landschaft am Szentendreer Donauarm abzulesen sind. Wer Orte liebt, an denen Geschichte spürbar unter den Füßen wartet, wird diesen Platz nicht vergessen.
Das Kastell liegt im Gebiet Váradok-dűlő am Rand von Dunabogdány, am linken Ufer des Szent-János-Baches, direkt an der Donau. Die sanften Hügel des Donaukniees rahmen das Gelände ein. Im Frühling kontrastieren grüne Wiesen mit dem blauen Wasser, im Sommer lädt der schattige Uferstreifen zur Ruhe ein, und im Herbst taucht goldenes Laub die Stille in ein besonderes Licht. Hier stehen keine mächtigen rekonstruierten Mauern — stattdessen bietet der Ort etwas Selteneres: eine ungestörte, greifbare Verbindung mit der Vergangenheit in ruhiger Flusslandschaft.
Anreise und ZugangswegeInteressante Randnotiz: Auf dem Gelände des römischen Kastells stand im Mittelalter das Dorf Várad, das um 1566 von den Osmanen zerstört wurde — daher trägt das Gebiet noch heute den Namen Váradok-dűlő. Gemeinsam mit einem Gegenkastell bei Verőce auf dem anderen Donauufer bildete Castrum Cirpi einst einen wichtigen Flussübergangspunkt an der östlichen Grenze Pannoniens.
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