Hoch auf einem Felsvorsprung über dem Râușor-Tal thront die Ruine der Burg Colț — eine der stimmungsvollsten Festungsruinen Siebenbürgens, die angeblich Jules Verne zu seinem Roman 'Das Karpatenschloss' inspirierte. Ein Muss für Geschichtsfans und Freunde wilder Berglandschaften.
Die Burg wurde Anfang des 14. Jahrhunderts vom Kneze Cândea am Eingang zur Râușor-Schlucht errichtet. Trotz ihrer wehrhaften Bauweise diente sie wohl nie einer echten Verteidigung, sondern eher als Zufluchtsort bei Streitigkeiten zwischen lokalen Adligen. Die steilen Hänge rundum machen den Aufstieg zu einem kleinen Abenteuer, belohnen aber mit einem herrlichen Blick über das Hațeg-Tal. Im Frühling und Sommer leuchten die Hänge in sattem Grün, im Herbst rahmen goldene Wälder die verfallenen Türme besonders eindrucksvoll ein.
AnfahrtBereits im 17. Jahrhundert beschrieb der osmanische Reisende Evliya Çelebi die Anlage als 'prächtige Burg mit elf Türmen', umgeben von so steilen Hängen, dass eine Annäherung unmöglich schien — ein Eindruck, den man auch heute noch beim Aufstieg nachvollziehen kann.