Die Böre-Burg ist eine mittelalterliche Burgruine, versteckt im Wald auf einem steilen Hügel nördlich von Ságvár im ungarischen Komitat Somogy. Ein Ort für alle, die vergessene Geschichte lieben und nicht nur nach Aussichtspunkten suchen.
Auf einem nördlichen Ausläufer des Szent László-hegy, dem Böreváhegy, liegen die Reste einer zweiteiligen Burganlage mit einer Gesamtfläche von 0,67 Hektar. Tiefe Gräben und Durchstiche trennen die beiden Burgteile, und auf dem schmalen Grat südlich der Burg finden sich ungewöhnliche, quer verlaufende Verteidigungseinschnitte im Abstand von wenigen Metern. Heute ist das Areal dicht bewaldet, was ihm eine stille, geheimnisvolle Atmosphäre verleiht - besonders im Herbst und Winter, wenn das Unterholz lichter ist und die Erdwerke besser zu erkennen sind. Der Legende nach soll hier einst der Stammesführer Koppány gelebt haben, und ein unterirdischer Gang soll angeblich bis nach Ságvár geführt haben - Beweise dafür gibt es allerdings keine.
Anreise
Praktische Informationen
1987 fanden die Archäologen Gyula Nováki und György Sándorfi bei Untersuchungen eine mittelalterliche Keramikscherbe, die die lange Geschichte des Ortes bestätigt.