Stell dir vor, du stehst in einer Arena, in der vor fast 2.000 Jahren römische Zuschauer Gladiatoren anfeuerten — das Amphitheater von Ulpia Traiana Sarmizegetusa gehört zu den eindrucksvollsten antiken Stätten Rumäniens. Hier lag einst das Herz der Hauptstadt des römischen Dakiens, einer Stadt, die auf dem Höhepunkt ihrer Blüte bis zu 15.000 Einwohner zählte.
Die Atmosphäre ist außergewöhnlich: Steinerne Sitzreihen tauchen aus dem Erdreich auf, eingebettet in die grünen Hügel Siebenbürgens, während im Süden das Retezat-Gebirge die Silhouette bildet. Im Frühling blühen Wildblumen rings um die Ruinen, im Sommer spendet das Gelände angenehmen Schatten, und im Herbst verleiht goldenes Licht den alten Steinen eine fast filmreife Stimmung. Das Gelände ist eben und problemlos begehbar — ideal für einen entspannten Ausflug mit der ganzen Familie.
AnreiseEine Besonderheit, die man so schnell nicht vergisst: Nach dem Rückzug der Römer aus Dakien siedelte sich eine kleine Gemeinschaft im Innern des Amphitheaters an, mauerte die Eingänge mit Grabsteinen zu und lebte dort bis zum Ende des 4. Jahrhunderts — die Arena wurde zum Wohnort.
Quelle: Wikipedia (Lizenz CC BY-SA 4.0)