Die Martinsbaude — auf Tschechisch Martinova bouda — zählt zu den ältesten Berghütten im Riesengebirge und blickt auf eine Geschichte zurück, die bis ins Jahr 1642 reicht. Auf rund 1.250 m Höhe am Südosthang des Vysoké kolo gelegen, empfängt sie Wanderer mit einer authentischen Atmosphäre, wie man sie in den heutigen Mittelgebirgen selten findet.
Die Hütte liegt in der zweiten Schutzzone des Riesengebirgs-Nationalparks, eingebettet in subalpine Wiesen und Fichtenwald, unmittelbar unterhalb des Hauptkammwegs an der tschechisch-polnischen Grenze. Im Sommer weht eine angenehme Bergfrische, im Herbst leuchten die Hänge in warmen Farben und im Winter verwandelt sich die Umgebung in eine stille, verschneite Bergwelt. Direkt oberhalb der Hütte beginnt die streng geschützte erste Zone des Nationalparks — hier ist Wandern ausschließlich auf markierten Wegen erlaubt.
Anreise zur HütteVon der Hütte führt ein blauer Weg in ca. 1 km nordöstlich zum Sattel Sedlo nad Martinovkou (~1.350 m) an der Staatsgrenze zu Polen, wo der rot markierte Grenzkammweg nach Ost und West abzweigt. Richtung Westen verläuft ein grüner Weg über den Nordhang des Elbetals zur Elbbaude (2,5 km, 1.312 m) und weiter zur symbolisch gestalteten Elb-Quelle. Den Namen verdankt die Hütte übrigens Martin Erlebach, der sie im Jahr 1795 erneuerte.