Die Wiesenbaude ist die älteste Berghütte auf dem Kamm des Riesengebirges und zählt zu den größten ihrer Art in Europa — ein Ort, der seit dem 17. Jahrhundert Wanderer empfängt und auf 1.410 Metern Höhe inmitten weiter Bergwiesen und Hochmoore liegt. Wer hierherkommt, spürt sofort, dass dies kein gewöhnlicher Rastplatz ist.
Die Umgebung der Wiesenbaude beeindruckt in jeder Jahreszeit. Im Sommer leuchten die Wiesen der Bílá louka in sattem Grün, und in unmittelbarer Nähe entspringen die Flüsse Weiße Elbe (Bílé Labe) und Aupa (Úpa). Im Winter verwandelt sich die Hochfläche in eine windgepeitschte Schneelandschaft — beim Orkan Herwart im Oktober 2017 wurden hier Windgeschwindigkeiten von 182 km/h gemessen. Die Gipfel Luční hora (1.556 m) und Studniční hora (1.555 m) sind von der Hütte aus in kurzer Zeit erreichbar, und der tschechisch-polnische Grenzübergang Luční bouda – Równia pod Śnieżką liegt nur etwa 500 Meter entfernt.
Anfahrt zur HütteSchon seit mindestens 1625 rasteten Händler auf dem Schlesischen Weg an dieser Stelle — und das Renner-Kreuz am Zufahrtsweg erinnert daran, dass der einstige Hüttenbesitzer Jakob Renner hier am 11. April 1868 in einem Schneesturm ums Leben kam. Geschichte und Bergwelt gehören auf der Wiesenbaude untrennbar zusammen.